Die Eingliederungsvereinbarung

Auch für die unter 25-jährigen gilt das Prinzip des Förderns und Forderns. Um vom Staat gefördert zu werden, also Unterstützung in Form von Geld zu bekommen, wird dafür auch einiges gefordert. Denn wer Leistungen erhalten möchte, muss in jedem Fall auch selbst aktiv versuchen, eine Arbeit bzw. einen Ausbildungsplatz zu bekommen.

Hier werden klare Absprachen mit Eurem Ansprechpartner getroffen, die dann in einer Art Vertrag, auch Eingliederungsvereinbarung genannt,  festgehalten werden. Die Eingliederungsvereinbarung muss bis spätestens drei Wochen nach der Antragsstellung geschlossen sein, damit möglichst schnell mit Eurer Vermittlung in Arbeit oder Ausbildung begonnen werden kann.

In diesem Vertrag, den sowohl Ihr als auch Euer Ansprechpartner unterschreibt,  wird gemeinsam genau festgelegt welche Ziele und Perspektiven Ihr abgesprochen habt.  Das ist wichtig für eine Orientierung, ist aber auch eine Verpflichtung. Dabei ist es ganz wichtig, dass Ihr ehrlich seid, damit die Inhalte der Eingliederungsvereinbarung für Euch auch passen.

Inhalte der Eingliederungsvereinbarung können z.B. sein:

  • welche Bemühungen ich aufbringen muss und wie häufig,
  • welche Nachweise ich vorlegen muss,
  • welche Maßnahmen (Kurse, Arbeitsgelegenheiten, Trainingsmaßnahmen oder Betriebspraktika) vereinbart wurden und wann diese zu absolvieren sind, 
  • sofern ich Unterstützung benötige, wird hier auch meine Bereitschaft festgelegt und zeitlich mit meinem Ansprechpartner abgestimmt.

Werden die gegenseitig getroffenen Vereinbarungen ohne nachvollziehbaren Grund nicht eingehalten werden, werden Eure  Leistungen gekürzt. Dann gibt es weniger Geld- und da gelten besonders strenge Regelungen für Personen zwischen dem 15. und dem 25. Lebensjahr.

Bei einer Pflichtverletzung gegen die Absprachen in der Eingliederungsvereinbarung wird das Arbeitslosengeld II sofort in voller Höhe für drei Monate gekürzt und nur Miete und Heizkosten werden dann noch bezahlt. Bei einer wiederholten Pflichtverletzung können sogar die Kosten für die Unterkunft, schon bei der ersten Pflichtverletzung  komplett gestrichen werden. Dann gibt es nur noch Lebensmittelgutscheine, um über die Runden zu kommen.